Multifaktorielle Krankheiten haben einen Einfluss auf die Gesundheit der Bestände
Multifaktorielle Erkrankungen stellen alle Akteure entlang der landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette vor große Herausforderungen. Sie wirken sich negativ auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Tiere aus, führen zu ineffizienten Verfahren, mindern die Wirtschaftlichkeit und die Qualität der Produkte und steigern den ökologischen Einfluss sowie möglicherweise den Gebrauch von Antibiotika.
Innovative Präventions- und Behandlungskonzepte
Im Rahmen der Bekanntmachung zur Verbesserung der Bestandsgesundheit und Entwicklung neuer Präventions- und Behandlungsstrategien hat das BMLEH zwischen Mai und November 2024 Wirtschaftsunternehmen und Wissenschaft aufgerufen, Projektideen zur Entwicklung von innovativen Produkten, Verfahren und Dienstleistungen zur Prävention von multifaktoriellen Erkrankungen einzureichen.
Die beim Projektträger BLE eingegangenen Skizzen wurden fachlich durch ausgewiesene Expertinnen und Experten der jeweiligen Fachgebiete bewertet. Auf Grundlage dieser Bewertung sind insgesamt 14 Forschungsvorhaben zur Einreichung eines Antrages aufgefordert worden. Insgesamt 41 Projektpartner aus Wirtschaft und Wissenschaft sollen dabei mit einem Fördervolumen von etwa 10,7 Mio. € unterstützt werden. Innerhalb der nächsten drei Jahre sollen Lösungsansätze zur Früherkennung und Ursachenbekämpfung, zur Prävention und zum Gesundheitsmanagement sowie neuen Behandlungsstrategien zur Bekämpfung von multifaktoriellen Erkrankungen erarbeitet werden. Es ist geplant, dass die ersten Projekte ab Mai 2026 starten.