Die Vernetzungs- und Transfermaßnahme RePack-Netzwerk feierte in Berlin ihren Abschluss und diskutierte Ergebnisse, Herausforderungen sowie Zukunftstrends für Lebensmittelverpackungen. Politik, Wissenschaft und Praxis betonten die Bedeutung einer Transformation von Lebensmittelverpackungen hin zu reduziertem Kunststoffeinsatz, einer verbesserten Recyclingfähigkeit sowie Mehrwegsystemen.
Seit 2023 begleitet das RePack-Netzwerk zwölf innovative Projekte zur Reduzierung von Kunststoffverpackungen entlang der Lebensmittelkette. Die Projekte sowie das RePack-Netzwerk werden im Innovationsprogramm des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) gefördert und beim Projektträger BLE betreut.
Austausch, Vernetzung und Impulse für die Zukunft
In den verschiedenen Beiträgen und Diskussionsrunden wurde deutlich, dass bei der Entwicklung von Verpackungslösungen für Lebensmittel neben den rechtlichen Rahmenbedingungen auch alle Akteure der Wertschöpfungskette und die Verbraucher einbezogen werden müssen. So zeigte die Keynote-Speakerin Eleonora Eiserth (MILK) auf, dass nur durch die Verbraucherakzeptanz und korrekte Nutzung ein nachhaltiges Verpackungsdesign seinen Zweck erfüllt.
Neben den Fachgesprächen bot die Veranstaltung den Forschungsvorhaben des Netzwerks die Möglichkeit ihre Innovationen dem interessierten Fachpublikum zu präsentieren und die Vernetzung zu vertiefen. Die Präsentation der Innovationen war anschaulich, so wurden der Mehrwegbecher sowie der entwickelte Rücknahmeautomat aus dem Forschungsvorhaben PFABO ins Catering integriert. Ebenso bot das Vorhaben BUSINESS Eis in den entwickelten Mehrwegbechern aus dem Biokunststoff PEF (Polyethylenfuranoat) an.
Nur gemeinsam können Innovationen und marktfähige Lösungen vorangebracht werden
In der abschließenden offenen Podiumsdiskussion wurde deutlich, dass die Verpackungsproblematik keine neue sondern immer noch eine aktuelle Herausforderung ist, der sich mutig und beharrlich entgegengestellt werden muss. Die bei der Veranstaltung vorgestellten Innovationen bieten Beispiele dafür. Kim Cheng, Geschäftsführerin der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie, hob die Innovationskraft der Forschungsvorhaben hervor und betonte die Relevanz der Zusammenarbeit und Vernetzung zwischen Politik, Forschung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.
Vernetzung und Wissenstransfer
Mit der Vernetzungs- und Transfermaßnahme „RePack-Netzwerk“ werden die Entwicklungen im Bereich der Kunststoffreduktion entlang der Lebensmittelkette durch Veranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit und Wissenstransfer zwischen Akteurinnen und Akteuren aus Wirtschaft und Forschung unterstützt. Ziel ist die Vernetzung der zwölf Forschungs- und Entwicklungsprojekte aus der „Bekanntmachung über die Förderung von Innovationen zur Reduzierung von Kunststoffverpackungen entlang der Lebensmittelkette im Rahmen des Programms zur Innovationsförderung“. Die Projekte und die Vernetzungs- und Transfermaßnahme werden durch das Programm zur Innovationsförderung des BMLEH gefördert und vom Projektträger der BLE fachlich begleitet.
Weitere Informationen zum RePack-Netzwerk finden Sie unter https://www.repack-netzwerk.de.